Freie Grund- und Mittelschule Wernstein
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Home » Für Eltern » Oberstufe

Unsere Oberstufe

Unsere Waldorfschule im Kulmbacher Land endet nach dem 10. Schuljahr. Das Waldorfpädagogik-Konzept spannt einen Bogen über 12 Jahre. Deshalb können Schüler*innen nach 10 Jahren problemlos in die benachbarten Waldorfschulen wechseln, das sichern Kooperationsverträge und fortlaufende Absprachen.

Doch man kann auch bei uns direkt seine Schulzeit beenden.

Unterricht in Klasse 9 + 10

Nach 8 Jahren Klassenlehrerzeit beginnt die Oberstufe. Jetzt werden die Hauptepochen von etwa 3 – 4 Wochen nur von Fachlehrern*innen gegeben. Die Schüler*innen haben also keinen festen Klassenlehrer mehr. Der Klassenbetreuer kümmert sich um die Belange der Klasse, u.a. Klassenfahrten und Elternabende.

Die Unterrichtsstunden sind jetzt in drei Arten und in Praktika geteilt: Fachepochen, künstlerisch-praktische Epochen und fortlaufende Stunden.

In der 9. Klasse sind das:

  1. Fachepochen: Geographie, 2x Mathematik, 2 x Deutsch, Geschichte, Biologie, Physik, Chemie
  2. Künstlerisch-Praktische Fächer: Schneidern, Schreinern, Plastizieren, Korbflechten, Kupfertreiben
  3. Fortlaufende Stunden: Fremdsprachen, Mathe-Übstunden, Deutsch-Übstunden, Ethik, Medien, WiSo (Wirtschaft-Soziales), GSE
  4. Praktika: Handwerkspraktikum (3 Wochen), Landwirtschaftspraktikum (3 Wochen)

In der 10. Klasse sind das:

  1. Fachepochen: Geographie, 2x Mathematik, 2 x Deutsch, Geschichte, Biologie, Physik, Chemie, Buchhaltung o.ä.
  2. Künstlerisch-Praktische Fächer: Weben, Steinhauen/ Holz und Technik, Technisch Zeichnen, Feldmessen, Eurythmie mit Aufführung, Garten: Veredeln
  3. Fortlaufende Stunden: Fremdsprachen, Mathe-Übstunden, Deutsch-Übstunden, Ethik, Medien, WISO (Wirtschaft-Soziales)
  4. Praktika: Handwerkspraktikum (3 Wochen), Langzeitpraktikum (2 Wochen in Block, dann 3 Monate lang Do. und Fr.)

 

Abschlüsse

Die Fach- und die künstlerisch-praktischen Epochen und ein Teil  der fortlaufenden Stunden machen den Hauptteil des Unterrichts aus. Sie führen zum kleinen Waldorfabschluss*  nach der 10. Klasse, an dem alle zusammen und gleichermaßen beteiligt sind. Die Schüler*innen präsentieren ihre praktischen Arbeiten, gestalten die Eurythmie-Aufführung und erhalten eine Dokumentation (Portfolio) ihrer Epochen-Arbeiten, außerdem am Schuljahresende die Zeugnisse in Schriftform wie gehabt.

Weil einige Schüler*innen ihre Schulzeit in Wernstein beenden wollen und in den div. Praktika oft schon ihre Lehrstelle finden, wird vor allem in den fortlaufenden Stunden der 9. und 10. Klasse auf einen staatlichen Abschluss hin vorbereitet. Hierfür werden auch entsprechend Punkte gesammelt die zu Noten führen.

Wird in den prüfungsrelevanten Fächern (D, M, G, E, WiSo) ein Notenschnitt von 4 erreicht, ist die Klasse bestanden und ein Mittelschulabschluss ohne weitere Prüfung erreicht. Bei schlechterem Abschneiden kann neben dem Waldorfabschluss ein Abgangszeugnis geschrieben werden.

Einen qualifizierenden Mittelschulabschluss kann man durch eine externe Prüfung in Kooperation mit der Mittelschule Mainleus erreichen (für einzelne Fächer können auch Schulen in Kulmbach in Frage kommen). Dort finden die zentral gestellten und hauseigenen Prüfungen statt, von unseren Lehrern begleitet.

Hierfür ist es nötig, von Seiten unserer Schule neben den Hauptfächern Deutsch, Mathe, Englisch eine Fächerwahl zu treffen: Wir bereiten auf den technischen Zweig mit WiSo, Technischem Zeichnen und Werken vor und erteilen Englisch und Ethik als Prüfungsfächer.

Erreicht ein*e Schüler*in bei der externen Prüfung einen Notendurchschnitt von 1-3, so ist der „Quali“ bestanden, zwischen 3-4 ist es ein Mittelschulabschluss.

Das gleiche Vorgehen gilt für einen Mittleren Mittelschulabschluss (dem Realschulabschluss gleichgestellt):  Wir bereiten vor, die Prüfung ist extern an einer Mittelschule (momentan die Schule Ziegelhütten). Geprüft werden die beim qualifizierenden Abschluss genannten Fächer ohne Ethik, dafür kommt GSE hinzu.

Für alle externen Prüfungen werden die Schüler*innen von den Eltern an den anbietenden Schulen angemeldet (mit unseren Kolleg*innen abgesprochen).

Wie aber kommt die Entscheidung zustande, welchen Abschluss oder weiteren Schulweg ein*e Schüler*in verfolgen kann, wenn es vorher nie Noten gab?!

Punkte, die zu Noten führen: nach jeder Epoche wird die in der Epoche gezeigte Mitarbeit, die Pünktlichkeit der Abgaben, die Abschlussarbeit und anderes angeschaut und bewertet. Das Ergebnis wird den Schüler*innen mitgeteilt, sodass sie ihre Arbeit inkl. Arbeitshaltung fortlaufend verfolgen und ggfls. verbessern können.

Für die fortlaufenden Stunden werden 4mal im Jahr, jeweils vor den Ferien, ebenfalls Punkte vergeben, die laufend beobachtet und ggfls. verbessert werden können.

Entwicklungsgespräche:  Diese finden in der 9. Klasse nach Weihnachten statt. In der 10. Klasse nach den Herbstferien. Sie werden einzeln von der Schüler*in, deren Eltern, dem Klassenbetreuer und einer weiteren Lehrperson geführt. Dafür hat der Klassenbetreuer von allen Kollegen die Punkte-Erhebung sowie eine Einschätzung eingeholt. Im gemeinsamen Gespräch wird der persönliche Wunsch des/r Schüler*in, der Eltern mit den vorhandenen Lehrereinschätzung abgeglichen und versucht, alles zusammen zu bringen. Es kann darin ein Zwischenziel festgelegt werden, welches im nächsten Entwicklungsgespräch neu betrachtet und bewertet wird.

*Im Gegensatz zum Waldorfabschluss nach der 12. Klasse an den weiteren Waldorfschulen, wo ein Klassenspiel und eine eigenständige Jahresarbeit dazu gehört.

Aktualisiert 01.02.2022

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